
Die barocke Kulinarik ist geprägt von Gegensätzen. In den Klöstern steht Völlerei neben strenger Abstinenz, in der höfischen Küche dient eine prunkvolle Tafelkultur der Selbstdarstellung und Machtdemonstration. Im Unterschied dazu ist der bäuerliche Mittagstisch ein Abbild der täglichen Arbeit, im Wechsel von Wetter und Jahreszeiten. Esskultur ist hier weder süß noch üppig. An rituellen Festtagen werden Schmalzgebäck und Würste in guter Gemeinschaft geteilt.
Ab Mai starten einige Wirtshäuser den Versuch, das von der Kunst- und Kochhistorikerin Renate Breuß gesammelte Rezeptmaterial erlebbar zu machen. Nähere Infos zu teilnehmenden Gasthäusern folgen.
Im Jubiläumsjahr wird auch „barock gespeist“!